Fuchsien durch Stecklinge vermehren

4. Juni 2012

Heute stand im Gartencenter eine Frau vor mir an der Kasse, die eine kleine Fuchsie im Einkaufswagen hatte. "Leider die letzte", meinte sie etwas traurig - und dann passierte es: Einer der schönen Ästchen brach beim hin und her schieben ab, und die Einkäuferin aus Wernborn wurde noch ein wenig betrübter. "Na, ja, ich stelle sie halt in eine Vase bis sie verblüht ist", meinte sie. 

 

Eine gute Idee - denn: Mit ein wenig Geduld zieht der kleine Fuchsien-Ast tatsächlich Wurzeln, da diese Pflanzen tatsächlich mittels Stecklinge vermehrt werden. Dazu kann man die Stecklinge ins Wasser stellen oder auch in normale Blumenerde stecken. Die Erde sollte aber nicht zu fest angedrückt werden, lieber das Töpfchen mehrmals auf den Tisch klopfen, damit die Erde in sich zusammen sackt. 

 

Fuchsien können auch wunderbar überwintert werden. Je älter eine Pflanze ist, desto schöner und wertvoller wird sie. Einfach wie alle anderen Kübelpflanzen kühl bis kalt (aber frostfrei) in einer ungeheizten Garage oder im Keller abstellen. Während der Ruhephase soll nicht gedüngt werden und nur selten gegossen, die Pflanze sollte nicht völlig austrocknen. Ab Februar kann die Pflanze dann ins warme Zimmer gestellt werden. Bei Austriebsbeginn sollte die Fuchsie auf die Hälfte bis ein Drittel zurück geschnitten werden, der Rückschnitt kann als Stecklinge benutzt werden. Beachten: Blüten erscheinen immer nur an den neuen Trieben.

 

Ansprüche: Hell, aber keine volle Sonne. Sie sollten luftig stehen, sonst werden sie anfällig für Weiße Fliege und andere Schädlinge. Nicht austrocknen lassen, aber auch kein Wasser im Untertopf stehen lassen. 

 

Ich hoffe, die Fuchsie der Wernborner Pflanzenliebhaberin wächst und gedeiht. Viel Freude an dem kleinen Pflänzchen. UKo