WIESEN-KLEE - TRIFOLIUM PRATENSE

Das vierblättrige Kleeblatt bringt Glück im Spiel

Einmal ordentlich puste, bevor der Klee gegessen wird. Dadurch flüchten die kleinen Käfer ganz schnell aus der Kleeblüte.
Einmal ordentlich puste, bevor der Klee gegessen wird. Dadurch flüchten die kleinen Käfer ganz schnell aus der Kleeblüte.

20. Juli 2012/19

 

Gebt es zu: Ihr habt genau wie ich als Kind immer wieder nach einem vierblättrigen Klettblatt gesucht, und wenn ihr es gefunden hattet, habt ihr euch darüber gefreut wie ein Schneider. Meine Großmutter hat mir immer erzäht: Ein vierblättriges Kleeblatt bringt Glück. Vor allem im Spiel und in der Lotterie heißt es in Überlieferungen genauer. Der Grund: Das vierblättrige Kleeblatt soll hellsichtig machen. Demnach müsste man also die Lottozahlen vorhersagen können. (Ich sehe schon jetzt in den kommenden Wochen ganz viele Menschen im Taunus auf Knien in den Wiesen nach dem Glückbringer suchen.)

 

In die Kleidung eingenäht, soll das vierblättirge Kleeblatt sogar vor Unglück auf der Reise schützen. Der fünfblättrige Klee dagegen bringt Unglück, und siebenblättrig bedeutet sogar Tod.


Schon ab dem Frühjahr blüht der Klee – in Weiß und in Rot -, eine Pflanzengattung, die immerhin 243 Arten umfasst. In der Landwirtschaft werden 16 verschiedene Kleearten als Futterpflanzen verwendet, und in Europa wurde der Wiesen-Klee bereits im 4. Jahrhundert nach Christus angebaut, denn auch seine ökonomische Bedeutung ist groß: Klee kann Stickstoff aus der Luft binden und damit die Fruchtbarkeit des Bodens erheblich verbessern. Daher wird er auch heute noch als Gründünger genutzt.


Das Zuckerblümli ist eine Bienenweide

 

Bienen, Hummeln und Schmetterlinge lieben besonders den Rotklee, hat er doch viel Nektar zwischen den kleinen Blütenblättern. Oft wird die Pflanze auch Honigklee oder Zuckerblümli genannt. „Die Blütenköpfe können frisch von der Wiese gegessen werden“, sagt die Kräutermarie und probiert schon mal gleich ein Köpfchen. Vorher wird allerdings ordentlich gepustet, damit keine kleinen Krabbeltiere mitgegessen werden. „Die süßen Blüten und die jungen Blättchen ergänzen Salate, und passen auch in Suppen oder Gemüsezubereitungen“, zählt die Kräutermarie auf. Und: „Lecker schmecken die Blüten auch auf einem Brot mit Butter.“


„Klee enthält Vitamine, Mineral- und blutverdünnende Stoffe wie Salicylate“, erzählt Buddeus. Aber auch pflanzliche Hormone gehören zu den Inhaltstoffen. Bereits Hildegard von Bingen schätzte im Mittelalter die Heilkraft des Rotklees und nach neuesten Erkenntnissen kann die Pflanze auch einen wertvollen Beitrag leisten wenn es um Fitness und Anti-Aging geht. So enthält der Rotklee verschiedene Isoflavone (Phytoöstrogene), die dem weiblichen Hormon Östrogen ähneln. Wer also Wechseljahrsbeschwerden hat, kann es mit Rotklee probieren.


Dem Rotklee werden ebenso die Eigenschaften krampflösend und harntreibend zugeschrieben. Der Weißklee hat die selbe Wirkung, ihn kann man aber auch bei Gicht und Rheuma einsetzen.


Da, wo Klee wächst, ist der Boden fett und nährstoffreich. Und da viele Gartenbesitzer ihren Rasen immer wieder düngen, findet der Klee   in heimischen Gärten die besten Voraussetzungen um gut zu gedeihen. Und wer dann beim barfußlaufen über die Kleewiese von einen der vielen Bienen oder Hummeln gestochen wird, der sollte einfach ein paar frisch Kleeköpfchen zerdrücken und auf den Stich auflegen.

 

Und auch für dieses Pflänzchen gibt es einige Rezepte.  

 

Wildkräuter

 

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INHALTSTOFFE

pflanzliche Hormone, Asparagin, Flavonoide, Salicylate

EIGENSCHAFTEN

krampflösend, harntreibend, östrogenhaltig

VERWENDETE TEILE

Blütenköpfe

SAMMELZEIT

Sommer

BLÜTEZEIT

Sommer