HUNDS-ROSE - ROSA CANINA

Dornröschen schlafe 100 Jahr'

Die Hunds-Rose blüht dort wo man sie wachsen lässt und beschert uns mit wunderschönen Blüten und im Herbst mit Hagebutten. Foto: Konder
Die Hunds-Rose blüht dort wo man sie wachsen lässt und beschert uns mit wunderschönen Blüten und im Herbst mit Hagebutten. Foto: Konder

Es war einmal ein König und eine Königin. Die wünschten sich so sehr ein Kind, doch die Königin wurde einfach nicht schwanger. Bis eines Tages ein Frosch ans Land kroch und der Königin versprach: „Du wirst eine Tochter gebären.“

 

Nein, dies ist nicht das Märchen vom Froschkönig, sondern die Geschichte von Dornröschen, das von der 13. Fee verflucht wurde, sich an einer Spindel zu stechen und tot umzufallen. Gottlob hatte die 12. Fee noch gute Wünsche frei und so milderte sie den Spruch ab: Dornröschen schlafe 100 Jahr. Und Dornröschen schlief – hinter einer Dornenhecke mit wunderschönen Blumen, einer Rosenhecke.

 

Immer wieder spielen Pflanzen in Märchen und Sagen eine Rolle, gelten sie als Orakel- und sogar Zauberpflanzen. Und der Rose – als Königin der Blume – kam schon immer eine besondere Bedeutung zu. Sie steht als Zeichen der Liebe und der Reinheit. Und mal ehrlich: Welches Mädchen träumt nicht davon, von ihrem Angebeteten eine rote Rose als Zeichen seiner ewigen Liebe überreicht zu bekommen. Am besten mit einem Heiratsantrag auf den Lippen und einem schönen Funkelstein für ihren Ringfinger in seiner Hand.

 

Seit dem Altertum galt die weiße Rose als ein Zeichen der Verschwiegenheit. Was sub rosa – also unter der Rose – gesprochen wurde, galt als streng vertraulich. Ab dem Mittelalter waren daher auch auf vielen Beichtstühlen Rosen eingeschnitzt. Und in vielen Ratssälen hing überm Tisch eine weiße Rose.

 

Bereits im 11. Jahrhundert wird die Königin der Blume zum Symbol der himmlischen Liebe und zum Attribut Marias, der Mutter Jesu. Die Rose ist das Zeichen der Vergebung und sie steht ebenso für den Opfertod der Märtyrer. Einer Legende nach überreichte Maria dem heiligen Dominikus eine Gebetsschnur und lehrte ihm den richtigen Umgang damit. Im Jahr 1208 erhielt die Gebetsschnur den Namen „Rosenkranz“.

So werden Rosen richtig geerntet: Nur die Blätter, die bei leichter Berührung von alleine abfallen werden mitgenommen. Foto: Konder
So werden Rosen richtig geerntet: Nur die Blätter, die bei leichter Berührung von alleine abfallen werden mitgenommen. Foto: Konder

Auch wenn die in der Natur wachsende Heckenrose Hundsrose heißt, schmälert dies wohl kaum ihre Schönheit. Und schon gar nicht ihre Wirksamkeit. Der Duft der Rosen wirkt auf das Gemüt aufhellend und so wird die Blume daher gegen Depressionen genutzt. Zudem wirken ihre Inhaltstoffe schwach abführend, harn- und schweißtreibend.

 

„Wer Rosen in der Natur ernten will, der sollte sie schonend sammeln“, sagt die Kräutermarie und empfiehlt, nur die Blütenblätter zu sammeln, die beim schütteln des Blütenkopfes von alleine abfallen. „Wer die Blütenköpfe rabiat abreißt, nimmt den Bienen die Möglichkeit die Pflanze noch zu bestäuben“, so die Kräuterfachfrau. „Und er raubt sich dadurch selbst die Möglichkeit, im Herbst Hagebutten zu ernten.“

 

Blütenblätter werden bei trockenem Wetter geerntet. Am besten sollten die Blätter gleich in einen Karton fallen, ohne dass sie angefasst werden. Grund: Mit jeder Knickstelle gehen ätherische Öle verloren. Auch während der Trocknung – dünne Lagen und an einer etwas zugigen Stelle im Schatten - sollte die Ernte nur gerüttelt werden, rät die Kräutermarie. (UKo/16)

 

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Steckbrief

Rosenblätter können frisch und getrocknet verwendet werden. Generell sind alle Duftrosen – also auch die in den heimischen Gärten – verwendbar. Allerdings sollten sie nicht gespritzt sein.

Verwendet werden Blüten und Früchte. Unter anderem enthalten Rosen Vitamine C, A, B 1, B 2, Pektine und ätherisches Öl.

Die Heckenrose ist mehrjährig und kann bis zu 3 Meter hoch werden. Duftrosen blühen den ganzen Sommer über.