Pressespiegel zu "Gehversuch - UKo stellt aus"

Taunus Zeitung vom 20. Oktober 2012

 

TZ-Mitarbeiterin Ursula Konder wagt sich mit Erstlingswerken in die Öffentlichkeit

Gehversuche nennt unsere Mitarbeiterin Ursula Konder ihre erste Ausstellung. Aber es ist mehr, was in der Klinik zu sehen ist.

Von Tatjana Seibt

Usingen. Neue An- und Einsichten: Ausstellungsbesucher Kurt Heinrich und Jörn Mertens rahmen Künstlerin Ursula Konder ein. Foto: tasNeue An- und Einsichten: Ausstellungsbesucher Kurt Heinrich und Jörn Mertens rahmen Künstlerin Ursula Konder ein. Foto: tas

 

Ein kräftiges Orange fließt sanft in dunkles Rot, dazwischen kleine Kleckse, die sich wie kleine Fischschwärme aneinanderreihen und durch das Bild ziehen. Fische? "Das sind meine Fingerabdrücke", verrät TZ-Mitarbeiterin Ursula Konder zur Eröffnung ihrer ersten Ausstellung im Krankenhaus. "Gehversuche – uko stellt aus" ist die Premiere überschrieben, zu der sich einige Besucher, Familie, Freunde und Kollegen ein Stelldichein gaben.

 

Abendhimmel hingegen heißt jenes Bild, in dem jeder der Besucher etwas anderes sah. Es ist ein besonderes Werk, nicht nur, weil es durch seine harmonischen Farben auffällt, sondern weil es auch mit der Entwicklungsgeschichte von Ursula Konder, der Ausstellung und Malerei zu tun hat. "Das war das Lieblingsbild von Gerrit", erläutert sie. Mit Gerrit ist unser jüngst verstorbener Kollege Gerrit Stolte gemeint, der ihr Mut machte, den ersten Schritt als Künstlerin in die Öffentlichkeit zu gehen.

 

Ein Gehversuch, der nicht nur geglückt ist, sondern von dem anzunehmen ist, dass der Künstlerlehrling, als der sie sich bezeichnet, auch in Zukunft noch mehr auf die Leinwand zaubern wird. Denn wie sich zur Ausstellungseröffnung zeigte, regen ihre Werke zur Interpretation und Diskussion an. Wo die einen Fische sehen, eröffnete sich für andere eine Kamelherde durch die Wüste oder Funken eines Vulkans. Was für den einen ein Tunnel, war für den anderen das Licht am Ende des Dunklen.

 

Konders Werke lassen Spielraum, um die Fantasie auf eine Reise zu schicken, ohne Vorgaben und ohne, dass am Ende der Betrachtung ein Richtig oder Falsch stehen muss. Beim Malen mit Acryl, Schwamm, Kreide auf meistens großformatigen Leinwänden, probiert sie Techniken aus. Wie das Malen mit geschlossenen Augen oder mit der linken Hand. Das Ergebnis ist ein freundlich aussehendes Wesen mit Bart und zwei großen Augen. Oder sind es doch springende Delfine?

 

Kreise ziehen sich dabei vielfach durch die 17 ausgestellten Werke. Ebenso kreisten die Diskussionen der Besucher um das, was sie selbst darin sahen. "Kunst ist ein Schlüssel zur Kommunikation", ist sie überzeugt. Wenn die Menschen kommunizieren, "dann ist mein Gehversuch gelungen." Die Ausstellung ist bis zum 15. Dezember in der Klinik zu sehen.

 

 

 

Malerische Gehversuche

Taunus Zeitung vom 10. Oktober 2012

 Bei der Arbeit: Ursula Konder ist voll konzentriert. Foto: tasBei der Arbeit: Ursula Konder ist voll konzentriert. Foto: tas

 

Wernborn. Blaue Flächen, eingefangen von schwarzen Umrandungen, die sich in nahezu konzentrischen Kreisen über die Leinwand legen und in einem weißen Fleck münden. Eine kleine Fläche, an der sich der Betrachter stößt, die ihn, wann immer er glaubt, das Bild erfasst zu haben, zurückwirft und zum erneuten Betrachten veranlasst. "Ich dachte an eine blaue Lagune und das Meer, als ich das Bild gemalt habe", erläutert Ursula Konder ihre Gedanken zum Bild.

 

Ein anderes Werk zeigt spiralförmige Kreise, die in sattem orange-rot auf die Mitte zulaufen und auf halbem Weg dahin aufreißen. Harte Kanten und Striche bilden einen starken Kontrast zu dem sonst so harmonischen Verlauf und geben die Möglichkeit, das Bild vielfältig zu deuten.

 

Ist es ein abstrakter Akt oder sind es Eulenaugen, die den Betrachter anblicken? Und was geschieht, wenn man die Augen schließt und beginnt, im Blindflug zu malen? Keine Frage, die rund 20 Werke, die Konder im Usinger Krankenhaus zeigen wird, setzen beim Betrachter Reizpunkte und lassen Interpretationsspielraum.

 

Wenn Kinder die ersten Gehversuche unternehmen, eröffnen sie sich neue Blickwinkel auf ihre Welt. Wenn eine Journalistin das Malen beginnt, ist das nicht anders. "Gehversuche-Uko stellt aus", ist die erste Solo-Ausstellung von Ursula Konder überschrieben, die am 17. Oktober ab 16.30 Uhr im Usinger Krankenhaus eröffnet wird. "Uko, das bin ich", sagt sie selbstbewusst. Denn mit dem Kürzel Uko und zuvor UK verbindet sie seit 25 Jahren journalistische Arbeit in allen Facetten. Vor vier Jahren hat sie nach einer privaten Veränderung wieder mit dem Malen begonnen. Ihre Bilder sollen zum künstlerischen Diskurs anregen – über das Bild, die Techniken und natürlich auch mit der Künstlerin. Gehen lernen heißt auch, möglicherweise hinzufallen. "Das bin ich schon häufig im Leben. Aber dann muss man eben einmal mehr wieder aufstehen." (tas)

 

 

 


Ursula Konder macht Gehversuche

Usinger Anzeiger vom 02.10.2012 -USINGEN

 

 

Erste Ausstellung der Journalistin im Usinger Krankenhaus - Vernissage am 17. Oktober

(red). „Gehversuch“ heißt die erste Ausstellung von Ursula Konder im Usinger Krankenhaus. Die Vernissage ist am Mittwoch, 17. Oktober, um 16.30 Uhr.

Mal Kohle, mal Acryl, mal Kreide - ihre Werkzeuge sind ebenso unterschiedlich und vielschichtig wie ihre Ideen. Oft fließen Alltagserlebnisse in dieses kreative Schaffen ein, manchmal sind es Gefühle wie Liebe, Wut oder Trauer. Aber auch Meditation führt sie zum kreativen Arbeiten, und so entstehen Bilder, die auch ein Stück ihrer Seele widerspiegeln.

Freunde haben ermutigt

Konders erste Ausstellung ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Gehversuch“. „Der erste Schritt ist meistens auch der schwerste“, sagt sie. Doch Freunde haben Konder auf diesen Weg geschubst und sie ermutigt, den ersten Schritt zu tun. Die Künstlerin dankt allen, die ihr Mut gemacht haben, zu zeigen, was in den letzten anderthalb Jahren entstanden ist.

Die Künstlerin freut sich über ihre erste Ausstellung und meint: „Vielleicht gibt es ja Menschen, denen gefällt, was ich auf Papier oder Leinwand bringe. Dann wäre dieser ‚Gehversuch‘ gelungen."

Bildausschnitt „Gelbes Pferd“. Foto: privat


Impulsiv und voller kreativer Ideen

Usinger Anzeiger vom 17.10.2012 - USINGEN

 

Journalistin Ursula Konder stellt ab heute ihre Gemälde im Usinger Krankenhaus aus - Vernissage um 16.30 Uhr

(pl). Wer sich gerne durch die Malerei inspirieren lässt und lieber auf eigene visuelle Entdeckungsreise geht, als sich vorgefertigte Inhalte anzusehen, sollte die erste Ausstellung von Ursula Konder nicht verpassen. Sie beginnt heute um 16.30 Uhr mit einer Vernissage in den Räumen des Usinger Krankenhauses und ist dort noch bis Dezember zu sehen.

 

Rund 20 Exponate sind ausgestellt, die mit Kohle, Acryl oder Kreide ausgeführt, eine Schaffensperiode von rund drei Jahren abdecken. „Oft fließen Alltagserlebnisse in das kreative Schaffen ein, manchmal Gefühle wie Liebe, Wut oder Trauer“, sagt Konder, die in Wernborn wohnt und vielen sicher als freie Journalistin in der Region bekannt ist.

 

Konder erfüllt sich mit dieser Ausstellung, die sie „Gehversuch“ nennt, einen langjährigen Traum. „Ich stecke voller Ideen und bisher fehlte mir immer nur der Anstoß, meine Bilder endlich auszustellen“, sagt die Künstlerin. Der kam ausgerechnet vom erst kürzlich verstorbenen Journalisten und Arbeitskollegen Gerrit Stolte. „Wir haben viel Zeit zusammen mit meinen Bildern verbracht und Gerrit hat darin gelesen wie in einem Buch“, erinnert sich Konder mit Wehmut an diese schönen gemeinsamen Erlebnisse. Das Lieblingsbild von Stolte und ganz wenige andere sind daher auch nicht zu verkaufen, die Übrigen schon.

 

Ihren ersten „Gehversuch“ mit einer umfassenden Einzelausstellung macht die erfahrene Journalistin Konder durchaus mit klopfendem Herzen. Sie weiß, dass Kunst oftmals stark polarisiert und ihre Arbeiten durchaus speziell sind. „Meist male ich aus dem Impuls heraus, ohne darüber nachzudenken, was dabei herauskommt“, beschreibt Konder ihre Vorgehensweise. Dabei können es auch schon Mal in Farbe getauchte Finger sein, die mit geschlossenen Augen den Weg über die großflächige Leinwand suchen.

 

Dieser impulsive und sich treiben lassende Umgang mit der Farbe komme aus dem therapeutischen Malen. Obwohl sie schon immer kreativ tätig war, wurde ihr die große Tür zum kreativen Schaffen erst durch Britta Burmehl geöffnet. In Pfaffenwiesbach besuchte Konder bei Burmehl einen Wochenendkurs mit Meditation und Malerei. „Hier habe ich gelernt, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und mit ganz spontan gewählten Farben irgendetwas zu malen, ohne mir vorher Gedanken darüber zu machen.“ Doch sie kann es auch anders. Durchaus Gedanken macht sich Konder, wenn sie an ihre abstrakten Aktzeichnungen geht. Dann werden vorher Skizzen gemacht und sie überlegt, wie viele Striche, beziehungsweise wie wenige Striche ausreichen, um die im Kopf umherschwirrenden Bilder auf die Leinwand zu bringen. Interessantist vor allem, dass jeder Betrachter in den Bildern etwas anderes sieht oder besser gesagt entdeckt.

 

Ganz ohne Konzeptionen und Marketingüberlegungen scheint es bei Konder allerdings nicht zu gehen. Ein spezielles Bild mit dem Titel „Der Weg“ soll auf allen noch folgenden Ausstellungen zu sehen sein. Das Bild wird ständig weiter gemalt, es wächst und reift sozusagen, und der vorherige Zustand soll jeweils auf nebenstehenden Fotos dargestellt werden. Außerdem sucht Konder für ein Bild ohne Namen einen Paten. Dazu sollen von Betrachtern persönliche Interpretationen des Inhalts sowie Namensvorschläge gemacht werden. Am Ende bewertet ein Fachgremium zusammen mit Konder die Vorschläge und neben der Patenschaft gibt es sogar etwas zu gewinnen. Nähere Infos dazu auf der heutigen Vernissage.

 

Ursula Konder hat Herzklopfen, wenn sie an ihre Ausstellung denkt. Foto: Ludl

Ursula Konder hat Herzklopfen, wenn sie an ihre Ausstellung denkt. Foto: Ludl

 

 

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