YGGDRASIL - DER WELTENBAUM

Von Asha

Im Yggdrasil, dem Weltenbaum, vereint die germanische Mythologie die neun Welten aus denen unser Universum besteht: „Wie oben so unten.“ Nimmt man diesen Leitsatz der Göttergestalt Hermes Trismegistos zur Hand, kann man im Yggrasil zudem den Mikrokosmos „Mensch“ erkennen.


Und auch in der schamanischen Kultur stellt der Weltenbaum das Leben in seiner Gesamtheit dar. Er verbindet die drei Ebenen Obere Welt, Erde und Unterwelt – Körper, Geist und Seele. Wobei diese Ebenen noch einmal in Unterebenen unterteilt sind.

 

Heute möchte ich Euch die untere Welt näher bringen.

 

......................Die untere Welt.....................

Svartalfheim: Hier wohnen die Schwarzelfen

Die Heimat der Schwarzelfen oder auch Zwerge bildet den Gegenpol zu Alfheim. Zwerge sind gute Handwerker, sie betreiben unter anderem Bergbau und Schmiedekunst. So stammen auch zahlreiche magische Gegenstände von ihnen. Einer davon ist Thors Hammer.

 

Daneben horten sie viel ungewöhnliches Wissen und Weisheit, denn horten gehört zu ihrer Mentalität. Sie tragen zusammen, nutzen es für sich und verteidigen es nach außen. Sie mischen sich normalerweise nicht in das Leben anderer Wesen ein und wollen selbst ebenfalls in Ruhe gelassen werden. Reizt man sie, können sie ziemlich grantig werden. Sie lieben Gold und andere glänzende Dinge und sind sehr bodenständige Wesen. In Svartalfheim wirken die erdhaften und mineralischen Kräfte.

 

..............Niflheim................Helheim.............

Im Gegensatz zu Muspelheim herrscht hier in Niflheim Eis, Nebel und Finsternis. Laut der germanischen Sage ist aus den Nebeltropfen Niflheims und der Hitze Muspelheims die Welt entstanden.

 

Die Bedingungen in Niflheim erinnern an saturnische Eigenschaften wie Beschränkung, Grenzen setzen, Chaos vor großen Umbrüchen. In Kälte und Dunkelheit ist keine äußere Expansion möglich. Allerdings eine Innehalten, ein Anschauen der Dunkelheit = der eigenen Ängste und dadurch Entwicklung persönlicher Stärke.


Aus Niflheim fließt das Welteis Isa. Isa ist ebenfalls die Rune, die zum Stillstand rät (oder zwingt) und zur Innenschau. Das einzige Lebewesen, dass

Niflheim bewohnt ist der Nidhögg-Drache, der für alle Schlechtigkeit in der Welt steht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hexen im Taunus  

 

Weltenbaum I

 

Weltenbaum II 

 

 

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Hel oder Helheim ist die Welt der Toten. Hierher kommen diejenigen die durch Krankheit, Altersschwäche und sonstigen Gebrechen, also nicht im Kampf, gestorben sind. Die im Kampf gefallenen Krieger (Einherjer) hingegen ziehen in Walhall (Odins heilige Hallen) ein.

 

Hel wird in der Edda als ein Reich der Finsternis und der Schrecken beschrieben. Die Edda sind Altisländische Geschichten, die unter anderem der Beginn der Welt bis hin zum Ragnarök, also dem Untergang der Erde in Reimform beinhalten. Hier werden die Welten und ihre Bewohner beschrieben. Die Edda des Snorri Sturlusun ist in Prosa verfasst und dadurch besser zu lesen.

 

Das Reich der Finsternis hat allerdings mit der natürlichen Angst vor dem Tod zu tun. Im Zuge der Christianisierung ist aus dem Hel-Reich eine Hölle geworden, in der Gläubige für ihre Sünden bestraft werden. Hexen ist dieses Denken fremd. Ihre Jenseitsvorstellungen haben nichts mit Lohn oder Strafe zu tun. Es hat etwas mit Wandlung zu tun. Hel ist die Wandlerin. Die Seele, die gewisse Zeit an einen Körper gebunden war, schreitet nun durch die Totenwelt, um anschließend in einem neuen Körper wiederzukehren.

 

Samhain ist das Fest der dunklen Göttin Hel. Hagalaz ist ihre Rune. Diese bedeutet unter anderem Auflösung und Befreiung aus zu engen Situationen.